Defektrekonstruktion mit Hauttransplantat oder Lappenplastik

Nach Tumorentfernung entstehen oft Hautdefekte, die nicht einfach genäht werden können. Hauttransplantate oder spezielle Techniken sichern Funktion und sorgen für ein ästhetisches Ergebnis.
Frau von hinten

Das Wichtigste in Kürze

  • Anästhesie: Lokalanästhesie/ Vollnarkose  
  • Arbeitsunfähigkeit: 5-7 Tage
  • OP-Dauer: 45-60 min, je nach Behandlungsmethode  
  • Sportunfähigkeit: ca. 14 Tage
  • OP-Setting: ambulant
 

Wie funktioniert eine Defektrekonstruktion mit Hauttransplantat oder Lappenplastik?

Nach der operativen Entfernung von Tumoren oder aufgrund von anderen chirurgischen Massnahmen kann es zu Haut-Defekten kommen, die sich nicht durch einfaches Zusammennähen der Wundränder verschliessen lassen.

Je nach Grösse und Lage des Hautdefekts wählen wir die passende Technik, um sowohl die Funktion als auch die Ästhetik der betroffenen Region bestmöglich zu erhalten.

Bei oberflächlichen Hautdefekten oder an Stellen mit geringer Gewebedicke eignet sich häufig ein Hauttransplantat für den Wundverschluss.   

Über die Behandlung

Die Entnahme der Haut erfolgt schonend aus unauffälligen Bereichen wie hinter dem Ohr, am Hals oder an den Oberschenkeln.  

Vor allem im Gesicht ist es funktionell und kosmetisch vorteilhaft, Gewebe ähnlicher Beschaffenheit und Dicke einzusetzen. Wenn eine Deckung aus der Umgebung nicht möglich ist, kommt eine Fernlappenplastik zur Anwendung. Es gibt verschiedene Lappenplastiken, die je nach Defektgrösse und -lage individuell ausgewählt werden.  

Je nach Umfang des Eingriffs kann die Behandlung in lokaler Betäubung, im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose durchgeführt werden – individuell abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse und den Eingriff.  

 

Typische Anwendungsbereiche

  • Nach Tumorentfernung (z. B. Hautkrebs) mit Hautdefekten
  • Unfallbedingte Gewebeverluste oder tiefe Wunden
  • Chronische Wunden, z. B. bei Durchblutungsstörungen
  • Narbenkorrekturen bei funktioneller Einschränkung
  • Deckung von Hautdefekten im Gesicht oder an exponierten Körperstellen
  • Verbrennungsverletzungen mit Hautverlust
  • Rekonstruktive Eingriffe nach Operationen

 

Wann ist sie empfohlen?

  • Wenn ein direkter Wundverschluss nicht möglich ist
  • Bei funktionellen Einschränkungen durch Hautverlust
  • Wenn ästhetisch ansprechende Ergebnisse erzielt werden sollen
  • Bei grösseren oder ungünstig gelegenen Defekten, z. B. im Gesicht
  • Wenn umliegendes Gewebe nicht ausreichend ist → Fernlappenplastik

"Von der Diagnosestellung, über die chirurgische Therapie bis hin zur Narbenbehandlung- bei uns bleibt alles in einer Hand."

Dr. med. Valeska Hürlimann
Behandlungsablauf
1
Vor der Behandlung
Die Hautveränderung oder der Defekt wird ärztlich begutachtet. Gemeinsam wird entschieden, ob eine Hauttransplantation oder Lappenplastik nötig ist.
2
Während der Behandlung
Das betroffene Areal wird vorbereitet. Die Haut oder das Gewebe wird aus einer unauffälligen Spenderregion (z. B. hinter dem Ohr) entnommen und zur Deckung des Defekts eingesetzt. Die Methode (z. B. Fernlappenplastik) richtet sich nach Grösse und Lage der Wunde.
3
Nach der Behandlung
Regelmässige ärztliche Kontrollen sichern die Heilung. Die Spender- und Empfängerstellen müssen geschont und gut gepflegt werden. Fäden werden je nach Technik und Lokalisation nach etwa 7–14 Tagen entfernt.
4
Mögliche Risiken und Komplikationen
Nach dem Eingriff kann es zu Schwellungen, Rötungen oder Wundheilungsstörungen an der Spender- und Empfängerstelle kommen. In einigen Fällen treten Narbenbildungen oder vorübergehende Empfindungsstörungen auf.
FAQs

FAQs

Was ist wichtig, damit mein Hauttransplantat gut anheilt?

Damit das Hauttransplantat gut anwächst, braucht es einen gut durchbluteten Wundgrund. Das bedeutet, dass das Gewebe unter dem Transplantat gut mit Blut versorgt sein muss, weil das Transplantat selbst keine eigene Blutversorgung hat. Nur so kann es mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden, um gesund einzuwachsen. Ausserdem ist es wichtig, dass die Wunde sauber bleibt und nicht belastet wird, damit die Heilung optimal verläuft.

Muss ich mehrere Operationen einplanen?

Teilweise sind mehrere Eingriffe in definierten Abständen nötig, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. 

Können Narben nach der Behandlung unsichtbar werden?

Narben lassen sich durch moderne Operationsmethoden oft sehr klein und unauffällig halten. Besonders im Gesicht achten wir darauf, die Wunde so zu verschliessen, dass die Narbe möglichst kaum sichtbar ist. Eine vollständige Unsichtbarkeit ist jedoch nicht möglich, da der Körper an der behandelten Stelle neues Gewebe bildet. Mit guter Wundpflege und gegebenenfalls unterstützenden Behandlungen wie Narbensalben oder Lasertherapie kann das Erscheinungsbild der Narbe deutlich verbessert werden. 

Gruppenfoto der Ärzte des Affidea PSG

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