Implantatwechsel

Ein Implantatwechsel wird meist bei Kapselfibrose nötig – dabei wird das verhärtete Gewebe entfernt und das Implantat ersetzt. Häufig wir der Eingriff in Kombination mit Eigenfett oder mit einer Straffung kombiniert.
Person, die ein Brustimplantat in der Hand hält

Das Wichtigste in Kürze

  • Anästhesie: Vollnarkose 
  • Arbeitsunfähigkeit: ca. 2 Wochen 
  • OP-Dauer: ca. 90 min 
  • Sportunfähigkeit: 4-6 Wochen 
  • OP-Setting: ambulant oder stationär 
 

Wie funktioniert ein Implantatwechsel?

Nach dem Einsetzen von Silikonimplantaten – sei es aus ästhetischen Gründen oder im Rahmen einer Brustrekonstruktion – kann im Laufe der Jahre ein Austausch erforderlich werden. Der häufigste Grund hierfür ist die sogenannte Kapselfibrose: eine natürliche Reaktion des Körpers, bei der sich eine bindegewebige Hülle um das Implantat bildet. Diese kann sich mit der Zeit verhärten, Schmerzen verursachen und die Form der Brust verändern.  

Die genauen Ursachen für die Entwicklung einer Kapselfibrose sind noch nicht vollständig geklärt. Sollte es zu Beschwerden oder einer auffälligen Veränderung kommen, ist in der Regel ein operativer Eingriff notwendig. Dabei wird das Implantat entfernt, die Kapsel teilweise oder vollständig reseziert und – je nach Wunsch – ein neues Implantat eingesetzt.  

Im Rahmen eines Implantatwechsels kann die Brust je nach individueller Ausgangssituation zusätzlich geformt oder optimiert werden - etwa durch eine Eigenfetttransplantation (Lipofilling) zur Volumenanpassung oder durch eine straffende Operation (Mastopexie), wenn Gewebeerschlaffung vorliegt. Beide Verfahren lassen sich mit der Wiedereinlage von Implantaten kombinieren, um ein natürliches, ausgewogenes Ergebnis zu erzielen. Bereits vorhandene Narben, zum Beispiel in der Unterbrustfalte, können dabei in der Regel erneut verwendet werden.

Über die Behandlung

Nach dem Einsetzen von Silikonimplantaten kann ein späterer Austausch notwendig werden – meist aufgrund einer Kapselfibrose. 

 

Typische Anwendungsbereiche

  • Kapselfibrose mit Beschwerden oder sichtbarer Verformung
  • Ruptur (Riss) oder Undichtigkeit des Implantats
  • Wunsch nach Form- oder Grössenänderung der Brust
  • Implantatverschiebung oder -drehung
  • Alterung der Implantate (z. B. nach 10–15 Jahren)
  • Sichtbare Faltenbildung oder Unregelmässigkeiten (Rippling)
  • Schmerzen oder Spannungsgefühl im Brustbereich 

 

Wann ist sie empfohlen?

  • Bei ärztlich diagnostizierter Kapselfibrose (ab Stadium Baker III–IV)
  • Bei nachgewiesener Implantatruptur oder -defekt
  • Bei funktionellen Beschwerden oder ästhetisch störenden Veränderungen
  • Nach ärztlicher Kontrolle im Rahmen der empfohlenen Nachsorge
  • Auf Wunsch der Patientin zur Optimierung von Form, Grösse oder Material
  • Bei Verdacht auf seltene Komplikationen wie BIA-ALCL (nach Abklärung) 

 

 

 

"Jede Frau verdient eine individuelle und natürliche Brustrekonstruktion - mein Ziel ist es, diesen Wunsch zu erfüllen."

Dr. med. Vendela Grufman
Behandlungsablauf
1
Vor der Behandlung
Voruntersuchungen klären den Zustand des Implantats und der Kapsel. Gemeinsam wird der Operationsplan und Wunsch bzgl. Neuimplantat und möglicher alternativer Formung besprochen.
2
Während der Behandlung
Das Implantat und die bindegewebige Kapsel werden entfernt oder teilreseziert. Einsetzen des neuen Implantats, mit oder ohne Durchführung von Eigenfetttransplantation/Bruststraffung.
3
Nach der Behandlung
Nach der Behandlung ist eine Ruhephase wichtig, in der die Brust geschont wird. Schmerzen und Wunden werden mit Medikamenten behandelt, und das Tragen eines Kompressions-BHs unterstützt die Heilung.
4
Mögliche Risiken und Komplikationen
Mögliche Nebenwirkungen sind Schmerzen, Schwellungen, Blutergüsse, Infektionen sowie Wundheilungsstörungen. Erneutes Auftreten einer Kapselfibrose. Narbenbildung und Veränderungen in der Brustform können auftreten.
FAQs

FAQs

Wie ist das Gefühl in der Brust nach einem Implantatwechsel?

Nach einem Implantatwechsel kann das Gefühl in der Brust vorübergehend verändert sein. Häufig treten direkt nach der Operation vorübergehende Taubheitsgefühle, Spannungsgefühl oder eine erhöhte Sensibilität auf. Diese Veränderungen bilden sich meist innerhalb einiger Wochen bis Monate zurück. In den meisten Fällen normalisiert sich das Empfinden mit der Zeit wieder, leichte Sensibilitätsunterschiede – insbesondere im Bereich der Brustwarzen – können jedoch in seltenen Fällen dauerhaft bestehen bleiben. 

Welche Narben entstehen?

Die Schnittführung für einen Implantatwechsel erfolgt meist in der Unterbrustfalte. In bestimmten Fällen, z. B. bei gleichzeitiger Bruststraffung, können zusätzliche Schnitte notwendig sein, etwa um die Brustwarze neu zu positionieren. Diese verlaufen dann z. B. senkrecht zur Unterbrustfalte oder rund um den Warzenhof („narbenarme Technik“). Die endgültige Narbenbildung ist individuell und hängt stark von der Hautbeschaffenheit und Wundheilung ab – meist verblassen die Narben jedoch mit der Zeit deutlich. 

Wird der Eingriff von der Krankenkasse übernommen?

Ein Implantatwechsel kann sowohl aus medizinischen als auch aus ästhetischen Gründen notwendig werden. Ob die Kosten dafür von der Krankenkasse übernommen werden, hängt von der individuellen Ausgangslage ab. Liegt eine medizinische Notwendigkeit vor – beispielsweise bei einer Kapselfibrose, einer Implantatruptur oder Beschwerden wie Schmerzen und Verformungen – übernehmen die Krankenkassen die Kosten in der Regel ganz oder teilweise. Dies gilt insbesondere, wenn die Implantate im Rahmen einer Brustrekonstruktion eingesetzt wurden. Voraussetzung ist meist eine ärztliche Begründung sowie eine vorgängige Kostengutsprache.  

Erfolgt der Eingriff hingegen rein aus ästhetischen Gründen, wie etwa dem Wunsch nach einer anderen Grösse oder Form ohne medizinische Beschwerden, ist die Kostenübernahme durch die Krankenkasse in der Regel nicht möglich. Gerne beraten wir Sie im persönlichen Gespräch zu Ihrer individuellen Situation und unterstützen Sie bei Bedarf bei der Abklärung mit Ihrer Krankenkasse. 

Gruppenfoto der Ärzte des PSG

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