Vaskularisierter Lymphknoten Transfer (VLNT)

Das Wichtigste in Kürze
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Über die Behandlung
Beim vaskularisierten Lymphknotentransfer wird ein kleines Lymphknotenpaket – meist mit einer kleinen Hautinsel zur besseren Überwachung – aus einer anderen Körperregion entnommen und in die vom Lymphödem betroffene Region transplantiert. Das Transplantat wird dabei zusammen mit den dazugehörigen Blutgefässen verpflanzt, sodass es durchblutet und funktionsfähig bleibt.
Als Spenderregionen kommen unter anderem die Leiste, der Halsbereich oder der Bauchraum infrage. Besonders wichtig ist dabei, dass das Spendergebiet sorgfältig ausgewählt wird, um dort keine neue Lymphabflussstörung zu verursachen.
Empfängergefässe sind Blutgefässe, die für die Durchblutung der Extremität nicht entscheidend sind. So kann das transplantierte Lymphknotengewebe neue Abflusswege für die gestaute Lymphflüssigkeit schaffen und so die Beschwerden des Lymphödems langfristig verbessern.
In manchen Fällen kann der Lymphknotentransfer auch mit der LVA-Methode kombiniert werden – entweder in derselben Operation oder zeitlich versetzt. Ob dieses Verfahren für Sie geeignet ist, klären wir gemeinsam mit Ihnen in unserer spezialisierten lymphchirurgischen Sprechstunde.
Typische Anwendungsbereiche
- Chronisches Lymphödem nach Krebsbehandlung (z. B. Brust-, Unterleibs- oder Hautkrebs)
- Sekundäres Lymphödem nach Lymphknotenentfernung oder Bestrahlung
- Fortgeschrittenes Lymphödem mit anhaltenden Beschwerden trotz konservativer Therapie
- Wiederkehrende Infektionen (z. B. Erysipele) durch gestörten Lymphabfluss
- Eingeschränkte Beweglichkeit oder Funktion durch chronische Schwellung
- Kein ausreichender Erfolg mit alleiniger LVA (Lymphovenöser Anastomose)
Wann ist sie empfohlen?
- Wenn konservative Massnahmen ausgeschöpft sind (Kompression, Lymphdrainage)
- Bei ausreichender Stabilität des Lymphödems für eine mikrochirurgische Operation
- Wenn die Patientin/der Patient bereit ist zur lebenslangen Nachsorge (z. B. Kompressionstherapie)
- Bei lokalisierter Schwellung, die sich gezielt operativ behandeln lässt
- Wenn eine langfristige Verbesserung von Beschwerden und Lebensqualität angestrebt wird
- In Kombination mit LVA, wenn beide Methoden sinnvoll ergänzt werden können
"Ein Lymphödem schränkt nicht nur den Körper, sondern auch das Leben ein. Mit innovativer Lymphchirurgie helfen wir dabei, diese Last spürbar zu reduzieren."
FAQs
Woher werden die Lymphknoten entnommen – und besteht dort dann ein Risiko für ein neues Lymphödem?
Die Lymphknoten werden aus Regionen wie der Leiste oder dem Bauchraum entnommen. Dabei achten wir sehr genau darauf, nur Bereiche zu wählen, bei denen das Risiko für ein neues Lymphödem minimal ist.
Wie lange dauert die Heilung nach der Operation?
Die Wundheilung dauert etwa 2–4 Wochen. Erste Verbesserungen des Lymphödems spüren viele Patientinnen nach einigen Monaten, da sich das Lymphsystem langsam neu organisiert.
Bleibt die Schwellung für immer weg?
Ziel des Eingriffs ist eine langfristige Reduktion der Schwellung und Verbesserung der Lebensqualität. Eine komplette Rückbildung ist nicht garantiert, aber viele Patientinnen profitieren deutlich.
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