Brusterhaltende Rekonstruktion

Das Wichtigste in Kürze
|
|
|
|
|
Über die Behandlung
Bei vielen Patientinnen mit Brustkrebs ist heute eine brusterhaltende Operation möglich. Dabei wird der Tumor von spezialisierten Brustchirurginnen und -chirurgen entfernt, während das gesunde Brustgewebe so weit wie möglich erhalten bleibt. Nach der Entfernung formen wir die Brustdrüse mit speziellen Techniken so um, dass ein natürliches Aussehen bewahrt oder wiederhergestellt wird. Eine Bestrahlung der Brust folgt in der Regel einige Wochen nach der Operation.
In manchen Fällen – zum Beispiel bei grösseren oder hängenden Brüsten oder bei ungünstiger Tumorlage – ist eine einfache Rekonstruktion nicht ausreichend. Hier kommen onkoplastische Verfahren zum Einsatz: Dabei kombinieren wir medizinisch notwendige Eingriffe mit ästhetischen Techniken, um sowohl die Sicherheit als auch die Form der Brust zu erhalten.
Auch eine Anpassung der gesunden Gegenseite durch Straffung, Verkleinerung oder Vergrösserung ist möglich – entweder in derselben Operation oder zu einem späteren Zeitpunkt. Bitte beachten Sie, dass die Kosten hierfür nicht immer von den Krankenkassen übernommen werden.
Wir möchten eine sichere Behandlung ermöglichen – mit einem Ergebnis, in dem Sie sich rundum wohlfühlen.
Typische Anwendungsbereiche
- Größere Tumoren im Verhältnis zur Brustgröße, bei denen ohne onkoplastische Techniken Formverluste drohen
- Brustverkleinerung oder -straffung erwünscht, z. B. bei sehr großer oder asymmetrischer Brust
- Wiederherstellung eines natürlichen Brustbilds nach Tumorentfernung
- Anpassung der gesunden Brustseite durch Straffung, Verkleinerung oder Vergrösserung
Wann ist sie empfohlen?
- Bei grösseren Tumoren oder ungünstiger Tumorlage - ein einfacher brusterhaltender Eingriff würde zu deutlichen Asymmetrien oder Formveränderungen führen. Wunsch nach einem möglichst natürlichen Brustbild - insbesondere bei Frauen mit mittlerem bis großem Brustvolumen.
- Wenn eine Brustangleichung (z. B. der Gegenseite) erwünscht oder medizinisch sinnvoll ist - um ein symmetrisches Gesamtbild zu erzielen
"Rekonstruktion heißt für uns nicht nur Wiederherstellung – sondern Neugestaltung mit Blick auf Mensch, Form und Funktion."
FAQs
Wird meine Brust nach der Operation kleiner, und bin ich dann asymmetrisch?
Da bei der brusterhaltenden Therapie ein Teil des Brustgewebes entfernt wird, kann die betroffene Brust etwas kleiner oder in ihrer Form verändert sein. Wenn möglich, versuchen wir bei ausreichender Grösse der Brust die Brustform mit onkoplastischen Techniken neu zu gestalten, um eine möglichst schöne und harmonische Brustform zu erreichen. Falls nötig, können wir auch die gesunde Gegenseite anpassen – zum Beispiel durch eine Verkleinerung oder Straffung –, um die Brüste symmetrisch erscheinen zu lassen.
Habe ich nach der Operation noch Gefühl in der Brust und der Brustwarze?
Das Gefühl in der Brust und der Brustwarze kann durch die Operation verändert sein. Manche Patientinnen spüren noch Berührungen und Empfindungen, andere berichten von einer verminderten Sensibilität oder stellen fest, dass Bereiche taub sind. Dies ist individuell unterschiedlich und hängt auch vom Umfang der Operation ab.
Welche Narben entstehen bei der Operation?
Wir versuchen stets, die Narben so zu legen, dass sie später möglichst unauffällig sind – oft in natürlichen Hautfalten oder am Übergang zur Brustwarze. Bei onkoplastischen Techniken sehen die Narben so aus, wie bei einer Bruststraffung oder- Verkleinerung. Das Ziel ist eine möglichst dezente Narbenbildung bei gleichzeitig sicherer Tumorentfernung.
Buchungsmöglichkeiten


