Reverse Lipofilling zur Brustrekonstruktion

Beim Reverse Lipofilling wird Eigenfett zur Brustrekonstruktion verwendet. Direkt nach der Mastektomie wird ein Expander eingesetzt, der schrittweise durch Eigenfett ersetzt wird. Dieses wird in mehreren Etappen aus Bereichen wie Bauch, Oberschenkel oder Flanken entnommen, aufbereitet und in die Brust injiziert. Nach und nach entsteht so eine weiche, natürliche Brust – ganz aus körpereigenem Gewebe. Ist das gewünschte Volumen erreicht, wird der Expander entfernt.
Frau hält sich die Schulter

Das Wichtigste in Kürze

  • OP-Dauer: 1-2 Stunden
  • Narkose: Vollnarkose
  • OP-Setting: stationär/ambulant
  • Arbeitsunfähigkeit: ca. 4 Wochen
  • Sportunfähigkeit: ca. 4-6 Wochen
 

Über die Behandlung

Das Reverse-Lipofilling ist eine moderne Methode zur natürlichen Brustrekonstruktion mit Eigenfett, allein oder in Kombination mit einem Implantat. 
Direkt nach der Mastektomie wird zunächst ein Gewebeexpander als Platzhalter eingesetzt. In mehreren Schritten wird anschließend körpereigenes Fett aus anderen Körperregionen (z. B. Bauch, Oberschenkel oder Flanken) entnommen, aufbereitet und in die Brust injiziert. 
Nach jeder Fetttransplantation wird der Expander etwas entleert. So entsteht nach und nach eine neue Brust, die ausschließlich aus körpereigenem Gewebe besteht. Wenn ausreichend Eigenfett eingebracht wurde und die gewünschte Form erreicht ist, wird der Expander entfernt. 
Bei kleineren Brüsten kann dies bereits zu einem ästhetisch harmonischen Ergebnis führen. In manchen Fällen wird zusätzlich ein Implantat eingesetzt, um mehr Volumen zu erzielen – durch die vorherige Eigenfetttransplantation ist dabei eine besonders gute Weichteildeckung und natürlich wirkende Form möglich. 
 

 


Typische Anwendungsbereiche
o    Zum Ausgleich von Unregelmässigkeiten oder Dellen im Brustbereich nach einer Brustrekonstruktion mit Implantat oder Eigengewebe
o    Zur Verbesserung der Haut- und Gewebequalität, z. B. nach Bestrahlung
o    Zur Korrektur einer Narbe  
o    Volumenausgleich bei kleineren Brustdefekten oder Teilrekonstruktionen
o    Zur angleichenden Vergrösserung oder Straffung d der BrustIn Einzelfällen für einen vollständigen Brustaufbau, meist bei kleinen Brustvolumina und ausreichend Spenderfett
 


Wann ist sie empfohlen?
o    Wenn eine natürliche Gewebeverbesserung ohne Fremdmaterial gewünscht ist
o    Bei Voroperationen oder Bestrahlung, um das Gewebe weicher und elastischer zu machen
o    Als ergänzende Methode zu anderen Rekonstruktionstechniken
o    Bei Patientinnen mit ausreichenden Fettreserven an anderen Körperstellen
o    Wenn nur geringe Volumenveränderungen nötig sind und eine minimalinvasive Lösung bevorzugt wird

 

"Im Mittelpunkt jeder Rekonstruktion steht für uns die Wiederherstellung Ihrer Lebensqualität – umfassend, präzise und individuell."

Prof. J. Farhadi
Behandlungsablauf
1
Vor der Operation
Vor der Behandlung klären wir gemeinsam, ob das Reverse-Lipofilling für Sie geeignet ist. Wichtig ist, dass ausreichend Eigenfett zur Verfügung steht, um das gewünschte Volumen aufzubauen. In der Regel sind mindestens drei Sitzungen notwendig, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die Kosten für bis zu drei Lipofilling-Sitzungen werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen.
2
Während der Operation
Die Operation dauert je nach Umfang etwa 1 bis 2 Stunden und wird in Vollnarkose durchgeführt. Die Mastektomie sowie das Einsetzen des Expanders erfolgen stationär mit einem Aufenthalt von etwa zwei Nächten. Die anschließenden Lipofilling-Sitzungen können ambulant durchgeführt werden – ebenso die Entfernung des Expanders und gegebenenfalls das Einsetzen eines Implantats.
3
Nach der Operation
Nach einem Lipofilling sind Sie meist schnell wieder fit. An den Entnahmestellen können sich vorübergehend Blutergüsse (Hämatome) bilden. Eine Kompressionswäsche sollte für 4 bis 6 Wochen getragen werden, um die Heilung zu unterstützen. Zudem empfehlen wir Lymphdrainagen zur Förderung des Lymphabflusses. Auf Sport sollte für etwa 4 Wochen verzichtet werden.
4
Mögliche Risiken und Komplikationen
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können Schwellungen, Hämatome oder in seltenen Fällen Fettgewebsnekrosen auftreten. Die Anwachsrate des transplantierten Fettes liegt erfahrungsgemäß bei etwa 50–70 %. Nach rund drei Monaten lässt sich beurteilen, wie viel Fett dauerhaft erhalten geblieben ist. Bitte beachten Sie, dass starke Gewichtsschwankungen das ästhetische Ergebnis beeinflussen können
FAQs

FAQs

Wie fühlt sich meine Brust anschliessend an?

Eine mit Eigenfett rekonstruierte Brust fühlt sich deutlich weicher und natürlicher an als eine Brust, die ausschließlich mit Implantaten aufgebaut wurde. Durch die zusätzliche Fettschicht ist ein eventuell eingesetztes Implantat besser bedeckt, was zu einem harmonischeren und natürlicheren Ergebnis führt. Wird ganz auf ein Implantat verzichtet, fühlt sich die Brust besonders weich und natürlich an – ganz ohne Fremdkörpergefühl.

Mit wie vielen Operationen ist zu rechnen?

Wenn zusätzlich ein Implantat eingesetzt werden soll, sind in der Regel vier Eingriffe notwendig:

  1. Mastektomie und Einlage des Expanders
  2. Erste Eigenfett-Injektion – der Expander wird dabei leicht entleert
  3. Zweite Eigenfett-Injektion – erneute Teilentleerung des Expanders
  4. Dritte Eigenfett-Injektion mit gleichzeitiger Entfernung des Expanders und Einlage des Implantats

 

Soll die Brust ausschließlich mit Eigenfett rekonstruiert werden, können mehr als drei Lipofilling-Behandlungen erforderlich sein. Bitte beachten Sie, dass die Krankenkasse in der Regel bis zu drei Sitzungen übernimmt

Eignet sich das Reverse Lipofilling für jede Brust?

Ein reines Reverse-Lipofilling ohne zusätzliches Implantat eignet sich vor allem für Frauen mit kleinerer Brustgröße, da für größere Brüste zu viele Fetttransplantationen erforderlich wären.

In Kombination mit einem Implantat ist diese Methode jedoch für viele Patientinnen geeignet und bietet eine besonders natürliche Form und Haptik. Wenn eine Bestrahlung geplant ist, empfehlen wir allerdings eine Rekonstruktion mit Eigengewebe, da dies in solchen Fällen meist die bessere Option darstellt.

Gruppenfoto der Ärzte des PSG

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Unser Team umfasst spezialisierte Fachärzt:innen für Gesichts-, Brust-, Körper- und Dermatochirurgie, Pflegefachpersonen und unterstützende Spezialist:innen. Gemeinsam begleiten wir Sie verständnisvoll und kompetent.

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